QR-Code-Tools

QR-Code erstellen, der immer funktioniert: Größe, Kontrast und Fehlerkorrektur

Wir haben QR-Codes erzeugt, mit Logos verdeckt, den Kontrast gesenkt, sie verkleinert und den Rand entfernt und dann versucht, sie zu lesen. Hier sehen Sie, was einen QR-Code zuverlässig macht und was ihn unbemerkt unbrauchbar macht.

Von Veröffentlicht am Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Ein QR-Code auf einem Flyer, einer Speisekarte oder einem Paket hat genau eine Aufgabe: das Richtige zu öffnen, sobald jemand das Handy darauf richtet. Klappt das nicht, versucht es kaum jemand ein zweites Mal. Die meisten Fehler entstehen durch wenige Gestaltungsentscheidungen, und alle lassen sich vor dem Druck testen. Wir haben Codes mit derselben Bibliothek erzeugt, die unser QR-Code-Generator verwendet, und sie mit zwei Open-Source-Decodern gelesen: ZBar 0.23 und OpenCV 5.0.

So speichert ein QR-Code Daten

Der QR-Code wurde 1994 von Denso Wave in Japan entwickelt und ist als ISO/IEC 18004 genormt (aktuelle Ausgabe 2024). Er besteht aus kleinen Quadraten, den Modulen. Die kleinste Version hat 21 × 21 Module; jede der 40 Versionen fügt pro Seite vier Module hinzu, bis 177 × 177. Die drei großen Quadrate in den Ecken zeigen dem Scanner, wo der Code liegt und wie er gedreht ist.

Ein Teil jedes Codes ist Redundanz (Reed-Solomon-Fehlerkorrektur), damit ein beschädigter oder verschmutzter Code lesbar bleibt. Wie viel, wählen Sie selbst:

StufeWiederherstellbare DatenTypische Verwendung
Letwa 7 %Saubere Bildschirme, sehr lange Inhalte
Metwa 15 %Übliche Voreinstellung für Druck und Bildschirm
Qetwa 25 %Draußen, raue oder gewölbte Oberflächen
Hetwa 30 %Codes mit Logo, harte Bedingungen

Die Norm verlangt außerdem eine Ruhezone: einen leeren Rand von vier Modulen Breite rund um den Code. Wie unsere Tests zeigen, ist er wichtiger, als er aussieht.

Längerer Inhalt, dichterer Code

Je mehr Zeichen Sie kodieren und je mehr Fehlerkorrektur Sie wählen, desto mehr Module braucht der Code. Wir haben vier typische Inhalte kodiert:

Module pro Seite ohne Ruhezone. Erzeugt mit der Bibliothek qrcode-generator, die unser Tool nutzt (automatische Version, Byte-Modus).
InhaltZeichenLMQH
Startseiten-URL (https://omid57.eu/)1825252529
Seiten-URL (…/en-US/tools/qr-code-generator)4729333741
Dieselbe URL mit vier UTM-Tracking-Parametern12841495361
WLAN-Zugang (Netzwerkname und Passwort)5433333741

Die Tracking-Parameter ließen den Code bei Stufe M von 33 auf 49 Module pro Seite wachsen. Bei gleicher Druckgröße wird jedes Modul dadurch etwa 28 % kleiner, weil sich die Breite auf 57 statt 41 Modulbreiten verteilt (Ruhezone eingerechnet). Eine kurze URL ist der einfachste Weg zu einem robusten Code.

Wie groß muss ein QR-Code sein?

Ob ein Code gelesen wird, hängt davon ab, wie viele Kamerapixel jedes Modul abdeckt. Wir haben Codes verkleinert, bis jedes Modul eine bestimmte Pixelbreite hatte, sie leicht weichgezeichnet wie durch ein Kameraobjektiv und dann zu lesen versucht:

Bild per Flächenmittelung verkleinert, danach 1 Pixel Gaußscher Weichzeichner.
Pixel pro ModulCode 25 × 25Code 33 × 33Code 49 × 49
2nicht gelesennicht gelesennicht gelesen
2,5nur ZBarnicht gelesennur ZBar
3von beiden gelesenvon beiden gelesenvon beiden gelesen
4von beiden gelesenvon beiden gelesenvon beiden gelesen

Beide Decoder brauchten etwa drei Pixel pro Modul. Für die Person, die scannt, heißt das: Sind die Module doppelt so groß, lässt sich der Code aus doppelter Entfernung lesen, und ein dichterer Code muss von näher gescannt werden. Die Modulgröße Ihres Drucks können Sie ausrechnen:

Modulgröße = Druckbreite ÷ (Module pro Seite + 8)

3 cm breit, Code 33 × 33:  30 mm ÷ 41 ≈ 0,73 mm
3 cm breit, Code 49 × 49:  30 mm ÷ 57 ≈ 0,53 mm

Welche Größe Sie auch wählen: Drucken Sie einen Probeabzug und scannen Sie ihn aus der Entfernung, aus der Menschen tatsächlich scannen, etwa über einen Tisch hinweg oder vom Gehweg vor einem Schaufenster.

Logos: Wie viel darf man verdecken?

Die Fehlerkorrektur lässt einen Code Schäden überstehen, deshalb setzen viele Gestaltungen ein Logo in die Mitte. Wir haben die Mitte des Codes mit der 47-Zeichen-URL mit einem immer größeren leeren Quadrat verdeckt und geprüft, wann das Lesen scheiterte:

Beide Decoder, sofern nicht anders angegeben. Darüber scheiterten beide.
StufeWiederherstellbare DatenGrößte verdeckte Mitte, die noch gelesen wurde
Letwa 7 %3 % der Codefläche
Metwa 15 %7 %
Qetwa 25 %12 % (OpenCV: 15 %)
Hetwa 30 %18 %

In der Praxis lässt sich nur etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Nennwerts verdecken: Ein Logo trifft Codewörter auch teilweise, und der Nennwert ist der Idealfall. Wenn Sie ein Logo einfügen, wählen Sie Stufe H, bleiben Sie deutlich unter 15 % der Fläche und lassen Sie die drei Eckquadrate unberührt. Unser Generator fügt keine Logos ein; setzen Sie eines im Bildbearbeitungsprogramm ein, erzeugen Sie den Code mit Stufe H und testen Sie das Ergebnis.

Kontrast und Farbe

Auf sauberen digitalen Bildern lasen beide Decoder sogar sehr blasse Codes. Kamerafotos sind anders, deshalb haben wir Sensorrauschen, eine leichte Unschärfe und über den Code auf 65 % abfallendes Licht hinzugefügt und jeden Test zehnmal wiederholt:

Kontrast = wie viel dunkler die Module als der Hintergrund sind.
Grauwert der dunklen ModuleKontrast zum weißen HintergrundZBarOpenCV
0 (schwarz)100 %10 von 108 von 10
6475 %10 von 1010 von 10
9662 %7 von 107 von 10
12850 %1 von 109 von 10
16037 %0 von 109 von 10
19225 %0 von 100 von 10

Halten Sie die dunklen Module wirklich dunkel: Etwa 75 % dunkler als der Hintergrund war für beide Decoder zuverlässig. Entscheidend ist die Helligkeit, nicht die Farbe. Dunkelblau oder Schwarz auf Weiß ist ideal; reines Rot auf Weiß ist nur etwa 66 % dunkler und schon grenzwertig; Hellblau (etwa 33 %) und Gelb (etwa 21 %) auf Weiß sind ungeeignet.

Die Ruhezone ist Pflicht

Wir haben Codes auf ein unruhiges Schwarz-Weiß-Muster gesetzt, mit einem leeren Rand von 0, 1, 2 oder 4 Modulen, jeweils auf zehn verschiedenen Zufallshintergründen:

RuhezoneZBarOpenCV
0 Module8 von 100 von 10
1 Modul10 von 1010 von 10
2 Module10 von 109 von 10
4 Module (Norm)10 von 1010 von 10

Ganz ohne Rand scheiterte OpenCV jedes Mal. Unser Generator fügt immer den genormten Rand von vier Modulen hinzu. Schneiden Sie ihn im Layout nicht weg und halten Sie Text, Fotos und Muster heraus.

Statische Codes laufen nie ab

Unser Generator erstellt statische Codes: Der Inhalt selbst, etwa die URL, die WLAN-Daten oder die E-Mail-Adresse, steckt im Muster, sodass der Code ohne jeden Dienst dahinter dauerhaft funktioniert. Sogenannte dynamische Codes mancher Anbieter enthalten nur einen kurzen Link zum Anbieter, der die Besucher weiterleitet; endet das Abo, funktioniert keiner der gedruckten Codes mehr. Für Drucksachen bietet ein statischer Code, der auf eine Adresse Ihrer eigenen Domain zeigt, beides: Er läuft nie ab, und das Ziel können Sie über eine Weiterleitung auf Ihrer Website ändern.

Sicherheit: mit Bedacht scannen

Niemand kann einen QR-Code mit bloßem Auge lesen, deshalb eignet er sich ideal, um einen schädlichen Link zu verstecken. Im Dezember 2023 warnte die US-Verbraucherschutzbehörde FTC, dass Betrüger eigene Codes über echte kleben, etwa an Parkautomaten, und Codes per E-Mail oder SMS mit dringenden Aufforderungen verschicken. Prüfen Sie vor dem Öffnen eines gescannten Links die Adresse, die Ihr Handy anzeigt; scannen Sie keine Codes aus unerwarteten Nachrichten; und kontrollieren Sie ab und zu, ob jemand Ihre eigenen gedruckten Codes überklebt hat.

QR-Code-GeneratorQR-Codes für Links, Text, WLAN und E-Mail erstellen. Farben und Fehlerkorrektur wählen, als PNG oder SVG herunterladen. Kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Tracking.Tool öffnen

Checkliste vor dem Druck

  • Der Inhalt ist so kurz wie möglich, ohne unnötige Tracking-Parameter.
  • Stufe M für den Normalfall; Q oder H draußen, auf gewölbten oder rauen Flächen oder mit Logo.
  • Dunkle Module auf hellem Grund mit starkem Kontrast, nie invertiert.
  • Die Ruhezone von vier Modulen ist vollständig und frei von Text und Grafik.
  • SVG für den Druck, weil es ohne Unschärfe skaliert; PNG für Bildschirme und Dokumente.
  • Eine kurze Zeile neben dem Code sagt, wohin er führt, etwa „Speisekarte: example.com/karte“.
  • Der Probeabzug wurde mit mindestens zwei verschiedenen Handys aus der echten Entfernung und im echten Licht getestet.

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Häufige Fragen

Welche Fehlerkorrekturstufe sollte ich wählen?

Stufe M passt für die meisten Codes auf Papier und Bildschirm. Wählen Sie Q oder H für Codes im Freien, auf gewölbten oder rauen Flächen oder mit Logo, und L nur für sehr lange Inhalte auf einem Bildschirm.

Laufen QR-Codes ab?

Statische Codes wie die unseres Generators laufen nie ab, weil der Inhalt im Code selbst steckt. Dynamische Codes mancher Dienste hängen von diesem Dienst ab und funktionieren nicht mehr, wenn er eingestellt wird oder das Abo endet.

Kann ich ein Logo in die Mitte eines QR-Codes setzen?

Ja, mit Stufe H. In unserem Test wurde bei Stufe H eine leere Fläche von bis zu 18 % des Codes noch gelesen, bei Stufe M nur 7 %. Bleiben Sie deutlich unter 15 %, lassen Sie die Eckquadrate frei und testen Sie den Druck.

Warum lässt sich mein QR-Code nicht scannen?

Die häufigsten Ursachen sind ein für die Entfernung zu kleiner oder zu dichter Code, zu wenig Kontrast, invertierte Farben, eine fehlende Ruhezone, Spiegelungen auf glänzendem Material und gewölbte Flächen wie Flaschen.

Ist ein WLAN-Passwort im QR-Code sicher?

Das Passwort steht als Klartext im Code; wer ihn scannt oder fotografiert, kann es lesen. Nutzen Sie WLAN-Codes für Gästenetze und ändern Sie das Passwort bei Bedarf.

Werden meine Daten beim Erstellen irgendwohin gesendet?

Nein. Unser QR-Code-Generator erstellt den Code in Ihrem Browser; Ihre Eingaben werden nicht an unseren Server gesendet.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. ISO/IEC 18004:2024 – QR Code bar code symbology specification (www.iso.org)
  2. KEYENCE: What is a QR code? (versions, error correction, quiet zone) (www.keyence.com)
  3. CNBC: QR codes may be a gateway to identity theft, FTC warns (December 2023) (www.cnbc.com)
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